Zirkonoxid
Zirkonoxid ist der Stoff aus dem der schönste Zahnersatz gemacht wird
Eine moderne Alternative für den keramischen Zahnersatz
Wenn Sie Zahnersatz benötigen, steht Ihnen seit einigen Jahren ein neuer
Werkstoff zur Verfügung, der zunehmend auch in Deutschland von
Zahnmedizinern und Patienten bevorzugt wird. Denn Zirkonoxid
wird nicht
nur eine deutlich bessere Ästhetik und eine bessere Biokompatibilität
zugeschrieben, als es bei konventionellen Implantaten aus Keramik
oder Titan der Fall ist. Das bedeutet, dass Ihr Körper diesen
Fremdkörper leichter akzeptiert und die Gefahr von Abwehrreaktionen
deutlich geringer ist.
Der technische Fortschritt macht den Einsatz möglich
Dass ZRO, wie Zirkonoxid oft auch bezeichnet wird, sowie andere Arten
von Oxidkeramik wie Aluminiumoxid für Keramikimplantate wirtschaftlich produziert werden kann, ist dem rasanten
Fortschritt der CAD- und CAM-Technologie in den vergangenen Jahren zu
verdanken. Allerdings war die Verwendung der Keramikimplantate aus
zahnmedizinischen Gründen lange Zeit nur im Bereich der Seitenzähne
üblich. Erst durch die Verwendung von ZRO ist es möglich, auch an den
Zähnen im vorderen Bereich des Mundraums durchgängige Keramikimplantate
einzufügen. Das liegt vor allem an den für die Zahnmedizin
hervorragenden Eigenschaften des Materials. Denn diese Oxidkeramik
besitzt neben einer hervorragenden Risszähigkeit eine hohe
Biegefestigkeit - im Vergleich zu Aluminiumoxid ist diese doppelt
so hoch.
So werden die Materialien hergestellt
Als Basis für die Implantate dient oxidiertes Zirkonium. Dabei handelt
es sich um ein Mineral aus der Gruppe der Silikate und Germanate, das
während der chemischen Reaktion durch die Zugabe von Sauerstoff zu
Zirconiumdioxid oxidiert. Dieser Begriff beschreibt, dass die
Zirconium-Atome eine Verbindung mit zwei Sauerstoff-Atomen eingehen.
Während in der Zahnmedizin Zirconiumdioxid verwendet wird, gibt es
außerdem Hochleistungskeramiken, bei denen sich das Zirconium mit vier
Sauerstoffatomen verbindet. In diesem Fall imitieren die Chemiker die
Prozesse, die auch in der Natur vonstattengehen, wenn sich die beiden
Elemente miteinander verbinden und Kristalle bilden.
Zwar handelt es sich bei Zirconiumdioxid chemisch gesehen um einen
einzigen Stoff. Jedoch können sich die Materialien der verschiedenen
Hersteller bezüglich der mechanischen und optischen Eigenschaften
erheblich voneinander unterscheiden. Für Sie als Patient ist das
insofern wichtig, als dass die Wahl des richtigen Implantats im vorderen
Mundbereich auch kosmetische Gründe hat.
Welche Eigenschaften besitzt diese Keramik?
Dass sich ZRO in der Zahnheilkunde wachsender Beliebtheit erfreut, liegt
an den besonderen Eigenschaften dieses Stoffes. So besitzt der
Werkstoff eine außergewöhnliche Härte und Festigkeit, die fast an einen
Diamanten heranreicht. Darüber hinaus gilt das Material als äußerst
formstabil und verschleißfest. Weil es korrosionsbeständig ist, hält Zirkonoxid weitaus größeren Belastungen
stand, als andere Metalle, die für Zahnimplantate verwendet werden.
Insgesamt ist dieses Material also wesentlich langlebiger, weshalb die
Gefahr deutlich geringer ist, dass ein Implantat aus ZRO häufiger
ersetzt werden muss.
Demgegenüber stehen Nachteile, die Sie als Patient nur mit
Einschränkungen betreffen. Denn weil das Material Zirconium eine hohe Sprödigkeit besitzt, ist die Bearbeitung mit mehr Aufwand
verbunden. Das schlägt sich auf den Gesamtpreis für diesen
Zahnersatz nieder. Der Preis relativiert sich jedoch angesichts der
höheren Lebensdauer des Implantates. In der zahnärztlichen Praxis wird
der Sprödigkeit des Materials dadurch abgeholfen, dass weitere Stoffe in
die Keramik eingearbeitet werden, um das Implantat zu stabilisieren. Ob
Sie als Patient eventuell unter Unverträglichkeiten leiden, muss im Rahmen des Vorgespräches abgeklärt werden, damit Sie den
optimalen Zahnersatz aus modernstem Material erhalten. Um den Aufwand
der Bearbeitung in einem vertretbaren Rahmen zu halten, werden die
kompletten Implantate aus Zirkonoxid in einem Stück
hergestellt.
Implantate im Vergleich
Nachdem Zirkoniumimplantate der neuesten Generation seit 1989 auf dem
Markt sind, haben Zahnmediziner inzwischen auch ausreichend
Erfahrungswerte gewonnen, um zuverlässig beurteilen zu können, ob im
individuellen Fall ein Implantat aus Zirkonoxid oder Titanium geeigneter
ist. Dieser Stoff war in der Vergangenheit oft das bevorzugte Material,
wenn es um Zahnimplantate geht. Besonders geschätzt wurde, dass das
Metall sehr schnell mit dem Sauerstoff der Luft reagiert und dadurch auf
dem Implantat innerhalb kürzester Zeit eine inaktive Oberfläche
eingeht, wodurch die Bildung von Antikörpern im menschlichen Körper
unterbunden wird. Nichtsdestotrotz handelt es sich bei Titanium um ein
Metall, das von Ihrem Körper als Fremdkörper erkannt wird. Unter
Umständen kann bei Titaniumimplantaten also der Heilungsprozess etwas
länger dauern als es bei dem modernen Material der Fall ist.
Auch wenn Sie unter Allergien leiden, rät Ihnen der Zahnarzt eher zu
einem Implantat aus Zirkoniumoxid, vor allem wenn Sie sensibel auf
Metalle reagieren. Denn die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass
sich eine bestehende Allergie im Lauf des Lebens weiter verschlimmert.
Leiden Sie unter einer Nickelallergie, kann es der
Fall sein, dass Ihr Körper eines Tages mit allergischen Reaktionen
auf den Kontakt mit anderen Metallen wie Titan reagiert.
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